Die Morbus Alzheimer ist eine in höherem Lebensalter auftretende durch fortschreitende Großhirnrindenatrophie bedingte Demenz.
Wir unterscheiden die seltene frühzeitig im 3-4 Lebenjahrzeht einsetzende Form von der wesentlich häufigeren Spätform.-Tabelle-
Nachdem in klinischen Studien die Bedeutung einer früh einsetzenden Therapie für den Verlauf der Erkrankung belegt werden konnte, ist eine Frühdiagnose anzustreben. Neben verbesserten apperativen Untersuchungsverfahren kann hierzu auch die molekulargenetische Diagnostik beitragen.
Die genetische Determination der Alzheimer'schen Erkrankung ist weitgehend akzeptiert. Inzwischen sind auch eine Vielzahl von Genen oder Genorten gefunden worden, welche im Zusammenhang mit der Entwicklung der Erkrankung stehen. Das wichtigste dieser Gene ist zweifellos das Apolipoprotein E. Das Vorkommen des E4-Allels dieses Gens begünstigt die Entwicklung insbesondere der spät einsetzenden Alzheimer'schen Erkrankung. Aber auch in den früh einsetzenden Formen wird es gehäuft gefunden.Die anderen Mutationen scheinen demgegenüber nur eine untergeordnete oder lokal begrenzte Bedeutung zu besitzen.