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Frasier-Syndrom
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Frasier-Syndrom

Klinik: 

Definition: Das Frasier-Syndrom ist eine autosomal dominante Erkrankung die durch progressive Nierenerkrankung und maskulinem Pseudohermaphroditismus gekennzeichnet ist. Ursache ist eine Keimbahnmutation die eine der vier Spleißvarianten des WT1-Gens beeinflußt.

Pathogenese: Die Erkrankung wird durch eine Spleißmutation nach dem Exon 9 ausgelöst. Der invariante splice donor GT des Intron 9 ist mutiert und damit kann die Speißvariante mit den zusätzlichen 3 Aminosäuren KTS zwischen dem dritten und vierten Zinkfinger nicht gebildet werden. Aus dem Mißverhältnis zwischen KTS+/- resultiert letztlich der Phänotyp des Frasier-Syndroms.

 

Systematische Aufstellung weiterführender Links: 

Glomerulosklerose
NPHS1
Frasier-Syndrom
WT1
Glomerulosklerose 1
ACTN4
Glomerulosklerose 2
TRPC6
Glomerulosklerose 3
CD2AP
Glomerulosklerose 4
MYH9
Glomerulosklerose 5
INF2

Literatur: 

Barbaux S et al. (1997) Donor splice-site mutations in WT1 are responsible for Frasier syndrome.
Klamt B et al. (1998) Frasier syndrome is caused by defective alternative splicing of WT1 leading to an altered ratio of WT1 +/-KTS splice isoforms.