Die MPGN ist eine seltene Form der Glomerulonephritis mit einem typischen histologischen Bild. Diese rein histologische Einteilung wird nun mehr oder weniger verlassen zugunsten der Einteilung C3-Glomerulopathie, bei welcher neben histomorphologischen Komponenten, wie der C3-Ablagerung und der elektronenmikroskopischen Lokalisation auch pathophysiologische Betrachtungen wie die abnormale Aktivierung des alternativen Complement-Weges eine Rolle spielen. Im Zusammenhang mit diesen pathophysiologischen Betrachtungen des Complementsystems spielt auch die genetische Diagnostik dieser Complementstörungen eine zunehmende Rolle.
Diskrete Immunkomplex-Ablagerungen im Mesangium und subepithelial. Sekundäre Aktivierung der klassischen Complement-Kaskade.
Kontinuierliche elektronendichte bandartige C3-reiche Ablagerungen entlang der glomerulären Basalmembran, der tubulären Basalmembran und der Bowmanschen Kapsel als Ausdruck einer Überaktivierung des alternativen Complement-Weges.
Burkholder Variante: Zahlreiche subepitheliale und subendotheliale Ablagerungen.
Strife und Anders Variante: Vornehmlich intramembranöse Ablagerungen, die zu einer Unterbrechung der glomerulären Basalmembran führen.