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Kollagen Typ IV, alpha 4
Wissenschaftliche Information:
Zusammenfassung: Dies ist eines von zwei Genen, die für das autosomale Alport-Syndrom verantwortlich sind. Von der Schwere der Mutation ist der Vererbungsmodus dominant oder rezessiv abhängig. Die Anzahl der mutierten Gene bestimmt of nur eine benigne Hämaturie oder das Vollbild eines Alport-Syndroms entsteht.
Gen: Das Gen (COL4A4), welches die alpha-Kette 4 des Kollagens vom Typ IV kodiert, befindet sich auf dem Chromosom 2 (2q36-q37) in einer Kopf-an-Kopf Position mit dem ebenfalls für diesen Kollagentyp wichtigen COL4A3 Gen. Beide Gene nutzen somit wahrscheinlich den selben Promotor. Das Gen hat eine Größe von rund 160kb. Es unterteilt sich in 47 Exons.
Pathologie: Das Kollagen IV ist Bestandteil von Basalmembranen des Körpers. Die von diesem Gen gebildete alpha-Kette 4 bildet gemeinsam mit den alpha-Ketten 5 und 3 das Kollagengerüst besonders stabiler Basalmembranen, wie wir sie in dem Glomerulum, im Innenohr und an verschiedenen Stellen des Auges finden. Eine Mutation dieses Gens kann also zu Störungen in diesen Drei Organen führen.
Klinik: Mutationen dieses Gens sind verantwortlich für das autosomal rezessive Alportsyndrom. Bei homozygoter Ausprägung zeigt sich das typische Bild eines Aalportsyndroms mit progressiver Nephritis, progressiver Innenohrschwerhörigkeit und verschienenen Augenveränderungen. Die Heterozygotie ist wohl identisch mit der benignen familiären Erythrozyturie.
Epidemiologie: Das Alportsyndrom ist in Europa und Amerika für etwa 0,5-1% der Dialysepatienten verantwortlich. Auf die autosomal rezessive Form entfallen dabei 15-20% dieser Patienten.
Bewertung: Eine Homozygotie oder ein compound heteroygoter Zystand wären beweisend für das Vorliegen eines Alport-Syndroms. Eine einzelne heterozygote Mutation spricht für eine benigne Hämaturie.
Untersuchungsstrategie: Die Indikation ist gegeben bei familiärer Nephritis vor allem in Begleitung mit Hörverlust und Augenveränderungen. Die Indikation selbst lässt sich mit einer Familienberatung und einer effektiven Frühbehandlung begründen.
Methodik:
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Klinische Diagnostik |
Methode |
Direkte Sequenzierung der proteinkodierenden Bereiche eines Gens |
| Bearbeitungszeit |
25 Arbeitstage |
| Aufwand |
gross |
| Untersuchungsmaterial |
DNA |
| Qualitätssicherung |
Ausschließlich interne Qualitätskontrolle |
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Mit dieser Methode werden bekannte sowie auch neue Missense-, Nonsense- und Spleißmutationen entdeckt. |
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Klinische Diagnostik |
Methode |
Familienuntersuchung |
| Bearbeitungszeit |
5 Arbeitstage |
| Aufwand |
gering |
| Untersuchungsmaterial |
DNA |
| Qualitätssicherung |
Ausschließlich interne Qualitätskontrolle |
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Die Untersuchung ist nur für die in dieser Familie bekannte Mutation spezifisch. |
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