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MCP
120920


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Membran-Cofaktor-Protein

Wissenschaftliche Information:

Zusammenfassung: Das Membranprotein, welches von diesem Gen kodiert wird, besitzt eine wichtige Funktion in der Complement-Kaskade. Heterozygote Mutationen können ein atypisches (hereditäres) HUS auslösen und die Infektanfälligkeit gegenüber Masern beeinflussen.

Molekülstruktur: Das der Membranrezeptor passiert die Basalmembran nur einmalig. Das kurze N-terminale Ende befindet sich intrazellulär. Extrazellulär unterscheiden wir vom C-terminalen Ende ausgehend 4 SCR-(short consensus repeat)-Domainen und anschließend zwei serin-, threonin- und prolin-reiche Domainen, STR.

Molekulare Anatomie: Der Rezeptor for das Complementsystem (CD46) wird auf allen Zellen außer Erythrozyten gefunden.

Bewertung: Heterozygote Mutationen können entweder zu einer verminderten Anzahl von Rezeptoren auf der Zelloberfläche führen. Dies ist bei etwa 75% der Mutationen der Fall. Die übrigen Mutationen zeigen zwar eine normale oder eher erhöhte Membranexpression, aber eine verminderte Funktion. 93% der Mutationen finden sich in einer der 4 extrazellulären SCR-(short consensus repeat)-Domainen, die für die Regulation der Complementfunktion verantwortlich sind.
   Die Penetranz der heterozygoten MCP-Mutationen für das atypische HUS beträgt wird mit 54% angegeben.

Methodik:

 

Klinische
Diagnostik
Methode Direkte Sequenzierung der proteinkodierenden Bereiche eines Gens
Bearbeitungszeit 25 Arbeitstage
Aufwand mässig
Untersuchungsmaterial DNA
Qualitätssicherung Ausschließlich interne Qualitätskontrolle
  Mit dieser Methode werden bekannte sowie auch neue Missense-, Nonsense- und Spleißmutationen entdeckt.

 

Klinische
Diagnostik
Methode Multiplex ligationsabhängige Amplifikation
Bearbeitungszeit 25 Arbeitstage
Aufwand mässig
Untersuchungsmaterial DNA
Qualitätssicherung Ausschließlich interne Qualitätskontrolle
 

 

Klinische
Diagnostik
Methode Familienuntersuchung
Bearbeitungszeit 5 Arbeitstage
Aufwand gering
Untersuchungsmaterial DNA
Qualitätssicherung Ausschließlich interne Qualitätskontrolle
  Die Untersuchung ist nur für die in dieser Familie bekannte Mutation spezifisch.

Systematische Aufstellung weiterführender Links: 

Hämolytisch Urämisches Syndrom
ADAMTS13
C3
CFB
CFH
CFHR1
CFHR2
CFHR3
CFHR4
CFHR5
CFI
MCP
THBD

Literatur: 

Caprioli J et al. (2006) Genetics of HUS: the impact of MCP, CFH, and IF mutations on clinical presentation, response to treatment, and outcome.
Richards A et al. (2007) Implications of the initial mutations in membrane cofactor protein (MCP; CD46) leading to atypical hemolytic uremic syndrome.
Noris M et al. (2003) Familial haemolytic uraemic syndrome and an MCP mutation.
Goodship TH et al. (2004) Mutations in CD46, a complement regulatory protein, predispose to atypical HUS.
Zheng XL et al. (2008) Pathogenesis of thrombotic microangiopathies.
Nürnberger J et al. (2009) Eculizumab for atypical hemolytic-uremic syndrome.