Startseite  
SymptomeErkrankungenUntersuchungenProbenversandUntersuchungsmaterialKontakt- und LaborinformationenQualitaetsmanagement
   
 


EGF
131530


Schema


Mutationen


Familien-
stammbaum


Formulare


Drucken


Change
language

Epidermaler Wachstumsfaktor

Wissenschaftliche Information:

Zusammenfassung: Der Epidermale Wachstumsfaktor ist ein membrangebundenes Hormon welches die Magnesiumausscheidung im distalen Tubulus reguliert. Eine Mutation kann Ursache der autosomal rezessiven renalen Hypomagnesiämie 4 sein.

Molekülstruktur: Das EGF-Gen kodiert ein ein Peptid aus der Gruppe der epidermalen Wachstumsfaktoren, die Ihre Wirkung auf den EGF-Rezeptor ausüben. Der Hormonprekursor mit 1207 Aminosäuren ist membrangebunden mit einer transdermalen Domäne. Das c-terminale Ende befindet sich intrazellulär. Ein PXXP-Motif (P steht für Prolin und X für eine beliebige andere Aminosäure) auf der intrazellulären Domäne steuert die Lokalisation auf der basolateralen Membran der distalen Tubuluszellen. Das aktive lösliche Peptid besteht aus 53 Aminosäuren.

Pathophysiologie: Das EGF wird ausschließlich im distalen Tubulus gebildet und sowohl auf die basolaterale, wie auch die luminale Zellmembran tranferiert. Für den Transport auf die basolaterale Seite is ein PXXP-Motif verantwortlich. Auf der extrazellulären basolateralen Seite wird ein löslicher Faktor mit 53 Aminosäuren abgespalten. Dieser wirkt direkt auf den EGF-Rezeptor der distalen Tubuluszellen und führt so zu einer Aktivierung des Magensiumkanals TRPM6.

Pathologie: Mutationen, die das PXXP-Motif verändern, verhindern den Transport des Hormons zur basolateralen Zellmembran. Dort kann dann nicht das lösliche Peptidhormon abgespalten werden und die über den EGF-Rezeptor vermittelte aktivierende Wirkung auf den Magnesiumkanal der distalen Tubuluszelle TRPM6 bleibt aus.

Methodik:

 

Klinische
Diagnostik
Methode Direkte Sequenzierung der proteinkodierenden Bereiche eines Gens
Bearbeitungszeit 25 Arbeitstage
Aufwand mässig
Untersuchungsmaterial DNA
Qualitätssicherung Ausschließlich interne Qualitätskontrolle
  Mit dieser Methode werden bekannte sowie auch neue Missense-, Nonsense- und Spleißmutationen entdeckt.

 

Klinische
Diagnostik
Methode Familienuntersuchung
Bearbeitungszeit 5 Arbeitstage
Aufwand gering
Untersuchungsmaterial DNA
Qualitätssicherung Ausschließlich interne Qualitätskontrolle
  Die Untersuchung ist nur für die in dieser Familie bekannte Mutation spezifisch.

Systematische Aufstellung weiterführender Links: 

Isolierte dominante Hypomagnesiämie
FXYD2

Literatur: 

Groenestege WM et al. (2007) Impaired basolateral sorting of pro-EGF causes isolated recessive renal hypomagnesemia.