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Epidermaler Wachstumsfaktor
Wissenschaftliche Information:
Zusammenfassung: Der Epidermale Wachstumsfaktor ist ein membrangebundenes Hormon welches die Magnesiumausscheidung im distalen Tubulus reguliert. Eine Mutation kann Ursache der autosomal rezessiven renalen Hypomagnesiämie 4 sein.
Molekülstruktur: Das EGF-Gen kodiert ein ein Peptid aus der Gruppe der epidermalen Wachstumsfaktoren, die Ihre Wirkung auf den EGF-Rezeptor ausüben. Der Hormonprekursor mit 1207 Aminosäuren ist membrangebunden mit einer transdermalen Domäne. Das c-terminale Ende befindet sich intrazellulär. Ein PXXP-Motif (P steht für Prolin und X für eine beliebige andere Aminosäure) auf der intrazellulären Domäne steuert die Lokalisation auf der basolateralen Membran der distalen Tubuluszellen. Das aktive lösliche Peptid besteht aus 53 Aminosäuren.
Pathophysiologie: Das EGF wird ausschließlich im distalen Tubulus gebildet und sowohl auf die basolaterale, wie auch die luminale Zellmembran tranferiert. Für den Transport auf die basolaterale Seite is ein PXXP-Motif verantwortlich. Auf der extrazellulären basolateralen Seite wird ein löslicher Faktor mit 53 Aminosäuren abgespalten. Dieser wirkt direkt auf den EGF-Rezeptor der distalen Tubuluszellen und führt so zu einer Aktivierung des Magensiumkanals TRPM6.
Pathologie: Mutationen, die das PXXP-Motif verändern, verhindern den Transport des Hormons zur basolateralen Zellmembran. Dort kann dann nicht das lösliche Peptidhormon abgespalten werden und die über den EGF-Rezeptor vermittelte aktivierende Wirkung auf den Magnesiumkanal der distalen Tubuluszelle TRPM6 bleibt aus.
Methodik:
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Klinische Diagnostik |
Methode |
Direkte Sequenzierung der proteinkodierenden Bereiche eines Gens |
| Bearbeitungszeit |
25 Arbeitstage |
| Aufwand |
mässig |
| Untersuchungsmaterial |
DNA |
| Qualitätssicherung |
Ausschließlich interne Qualitätskontrolle |
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Mit dieser Methode werden bekannte sowie auch neue Missense-, Nonsense- und Spleißmutationen entdeckt. |
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Klinische Diagnostik |
Methode |
Familienuntersuchung |
| Bearbeitungszeit |
5 Arbeitstage |
| Aufwand |
gering |
| Untersuchungsmaterial |
DNA |
| Qualitätssicherung |
Ausschließlich interne Qualitätskontrolle |
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Die Untersuchung ist nur für die in dieser Familie bekannte Mutation spezifisch. |
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