Diese Transkriptionsgfaktor spielt eine entscheidende Rolle bei der Funktion der pankreatischen beta-Zelle. Mutationen können zum autosomal dominanten MODY3 Diabetes und zur hyperinsulinämischen Hypoglycämie führen. Bei einzelnen Mutationen dieses gens wurde auch eine renale Dysplasie und ein Hypopituitarismus beobachtet.
Der MODY3 Diabetes gehört zu den häufigsten MODY Formen. In Deutschland sind es etwa 10%. Mutationen der Glucokinase werden in allen ethnischen Gruppen gefunden.
Das Gen mit der aktuellen Kurzbezeichnung TCF1 befindet sich auf dem Chromosom 12 (12q24.2), ist etwa 24kb groß und besteht aus 12 Exons, von denen 10 translatiert werden.
Mutationen in diesem Gen führen zum monogenen autosomal dominant vererbten MODY3 Diabetes. Das klinische Bild ähnelt dem eines Typ 2 Diabetes mit dem Unterschied der Ausbildung bereits in jüngeren Jahren und ohne metabolischem Syndrom. Im Unterschied zum MODY2 Diabetes zeigt diese MODY Form eine deutliche Progredienz. Über die Jahre werden viele Merkmalsträger insulinpflichtig und bilden die ganze Palette diabetischer Spätschäden aus. Klinisch auffällig wird diese Erkrankung meit erst in Phasen angespannten Glucosestoffwechsels, wie in der Schwangerschaft oder unter Glucocorticoidmedikation.
Als Transkriptionsfaktor steuert das von diesem Gen gebildete Eiweiß die Expression vieler anderer Gene. Welches Zusammenwirken dieser Gene dann letztendlich zur Entwicklung des Diabetes führt, ist bisher noch nicht vollständig geklärt.
Personen mit familienanamnestischem und laborchemischem Verdacht eines MODY Diabetes. Screening von Familienmitgliedern.
Der Nachweis einer Mutation in diesem Gen ist gleichbedeutend mit einer Diagnosesicherung und immer vergesellschaftet mit einem gestörten Glucosestoffwechsel, der in besonders kritischen Situationen in einen manifesten Diabetes umschlagen kann.
| Clinic | Method | Familienuntersuchung |
| Turnaround | 5 days | |
| Specimen type | genomic DNA |
| Clinic | Method | Hochdurchsatz-Sequenzierung |
| Turnaround | 25 days | |
| Specimen type | genomic DNA |
| Clinic | Method | Direkte Sequenzierung der proteinkodierenden Bereiche eines Gens |
| Turnaround | 20 days | |
| Specimen type | genomic DNA |
| Clinic | Method | Multiplex ligationsabhängige Amplifikation |
| Turnaround | 20 days | |
| Specimen type | genomic DNA |