|
Integrin, beta-3
Wissenschaftliche Information:
Zusammenfassung: Das ITGB3-Gen kodiert eine wichtige Komponente des Glycoprotein IIb-IIIa Komplexes, welcher für die Bindung von Fibrinogen und die Aggregation von Thrombozyten verantwortlich ist. Mutationen verursachen die selten autosomal rezessive Glanzmann-Thrombasthenie dagegen sind Polymorphismen für die Alloimmun-Thrombozytopenie verantwortlich.
Gen: Das Gen besitzt eine Größe von etwa 60kb. Es ist nur eine Spleißvariente mit 15 Exons bekannt, welche alle translatiert werden.
Bewertung: In der Orginalpublikation beginnt die Translation an der Codonposition -26. In den heutigen Datenbanken wird die Durchnummerierung mit 1 begonnen. Aus diesem Grunde sind aber viele alte Mutationsbezeichungen um 26 versetzt. Das thrombozyten-spezifische Alloantigen-System Pl(A) basiert auf eine Mutation an der Codonposition 59, welche in der Orginalarbeit als L33P beschrieben wurde. Diese Mutation ist die häufigste Ursache für Syndrome der immun-bedingten Thrombozyten Destruction, insbesondere die neonatale Alloimmun-Thrombocytopenie und Posttransfusions-Purpura.
Methodik:
|
Klinische Diagnostik |
Methode |
Direkte Sequenzierung der proteinkodierenden Bereiche eines Gens |
| Bearbeitungszeit |
25 Arbeitstage |
| Aufwand |
mässig |
| Untersuchungsmaterial |
DNA |
| Qualitätssicherung |
Ausschließlich interne Qualitätskontrolle |
| |
Mit dieser Methode werden bekannte sowie auch neue Missense-, Nonsense- und Spleißmutationen entdeckt. |
 |
|
Klinische Diagnostik |
Methode |
Familienuntersuchung |
| Bearbeitungszeit |
5 Arbeitstage |
| Aufwand |
gering |
| Untersuchungsmaterial |
DNA |
| Qualitätssicherung |
Ausschließlich interne Qualitätskontrolle |
| |
Die Untersuchung ist nur für die in dieser Familie bekannte Mutation spezifisch. |
|