Startseite  
SymptomeErkrankungenUntersuchungenProbenversandUntersuchungsmaterialKontakt- und LaborinformationenQualitaetsmanagement
   
 


OCRL1
300535


Schema


Mutationen


Familien-
stammbaum


Formulare


Drucken


Change
language

OCRL-Gen

Wissenschaftliche Information:

Zusammenfassung: Das OCRL-Gen kodiert die Phosphatidylinositol 4,5-Bisphosphate-5-Phosphatase und ist für die x-chromosomal rezessiven Erkrankungen Lowe-Syndrom und Morbus Dent verantwortlich.

Molekulare Anatomie: Das Genproduct des OCRL1-Gens, die 4,5-Bisphosphate-5-Phosphatase, kommt ubiquitär im Golgi-Apparat vor.

Pathologie: Der Pathomechanismus, wie Mutationen zu den Krankheitssymptomen führen, ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Diskutiert wird eine Störung der Zellpolarisation, was für Cornea- und Nierentubuluszelle von besonderer Wichtigkeit ist. Weiterhin wird bei bei betroffenen Patienten eine erniedrigte Megalin-Ausscheidung festgestellt, was auf einen gestörten Recyclingprozess hindeutet.

Klinik: Bei Mutationen dieses Gens können zwei verschiedene Krankheitsbilder entstehen: Das Lowe-Syndrom und eine als Morbus Dent bezeichnete Erkrankung. Letztere allerdings nur bei einigen wenigen speziellen Mutationen.

Methodik:

 

Klinische
Diagnostik
Methode Direkte Sequenzierung der proteinkodierenden Bereiche eines Gens
Bearbeitungszeit 20 Arbeitstage
Aufwand mässig
Untersuchungsmaterial DNA
Qualitätssicherung Ausschließlich interne Qualitätskontrolle
  Mit dieser Methode werden bekannte sowie auch neue Missense-, Nonsense- und Spleißmutationen entdeckt.

 

Klinische
Diagnostik
Methode Familienuntersuchung
Bearbeitungszeit 5 Arbeitstage
Aufwand gering
Untersuchungsmaterial DNA
Qualitätssicherung Ausschließlich interne Qualitätskontrolle
  Die Untersuchung ist nur für die in dieser Familie bekannte Mutation spezifisch.

Systematische Aufstellung weiterführender Links: 

Lowe-Syndrom
OCRL1
Morbus Dent
CLCN5
OCRL1

Literatur: 

Hoopes RR et al. (2005) Dent Disease with mutations in OCRL1.
AURICCHIO S et al. (1961) [Primary tubulopathies. III. A case of oculo-cerebro-renal syndrome (Lowe syndrome)]
Lowe M et al. (2005) Structure and function of the Lowe syndrome protein OCRL1.
Pendaries C et al. (2003) Phosphoinositide signaling disorders in human diseases.
Loi M et al. (2006) Lowe syndrome.
Choudhury R et al. (2005) Lowe syndrome protein OCRL1 interacts with clathrin and regulates protein trafficking between endosomes and the trans-Golgi network.
Faucherre A et al. (2005) Lowe syndrome protein Ocrl1 is translocated to membrane ruffles upon Rac GTPase activation: a new perspective on Lowe syndrome pathophysiology.
Faucherre A et al. (2003) Lowe syndrome protein OCRL1 interacts with Rac GTPase in the trans-Golgi network.
Suchy SF et al. (2002) The deficiency of PIP2 5-phosphatase in Lowe syndrome affects actin polymerization.