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OCRL-Gen
Wissenschaftliche Information:
Zusammenfassung: Das OCRL-Gen kodiert die Phosphatidylinositol 4,5-Bisphosphate-5-Phosphatase und ist für die x-chromosomal rezessiven Erkrankungen Lowe-Syndrom und Morbus Dent verantwortlich.
Molekulare Anatomie: Das Genproduct des OCRL1-Gens, die 4,5-Bisphosphate-5-Phosphatase, kommt ubiquitär im Golgi-Apparat vor.
Pathologie: Der Pathomechanismus, wie Mutationen zu den Krankheitssymptomen führen, ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Diskutiert wird eine Störung der Zellpolarisation, was für Cornea- und Nierentubuluszelle von besonderer Wichtigkeit ist. Weiterhin wird bei bei betroffenen Patienten eine erniedrigte Megalin-Ausscheidung festgestellt, was auf einen gestörten Recyclingprozess hindeutet.
Klinik: Bei Mutationen dieses Gens können zwei verschiedene Krankheitsbilder entstehen: Das Lowe-Syndrom und eine als Morbus Dent bezeichnete Erkrankung. Letztere allerdings nur bei einigen wenigen speziellen Mutationen.
Methodik:
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Klinische Diagnostik |
Methode |
Direkte Sequenzierung der proteinkodierenden Bereiche eines Gens |
| Bearbeitungszeit |
20 Arbeitstage |
| Aufwand |
mässig |
| Untersuchungsmaterial |
DNA |
| Qualitätssicherung |
Ausschließlich interne Qualitätskontrolle |
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Mit dieser Methode werden bekannte sowie auch neue Missense-, Nonsense- und Spleißmutationen entdeckt. |
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Klinische Diagnostik |
Methode |
Familienuntersuchung |
| Bearbeitungszeit |
5 Arbeitstage |
| Aufwand |
gering |
| Untersuchungsmaterial |
DNA |
| Qualitätssicherung |
Ausschließlich interne Qualitätskontrolle |
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Die Untersuchung ist nur für die in dieser Familie bekannte Mutation spezifisch. |
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