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KCNJ1
600359


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Kaliumkanal des äußeren Nierenmarkes

Wissenschaftliche Information:

Zusammenfassung: Das Gen welches einen wichtigen kaliumkanal in der Niere kodiert ist für die Erkrankung des autosomal rezessiven antenatalen Bartter-Syndroms vom Typ 2 verantwortlich.

Molekulare Anatomie: Das Gen wird in den Epithelzellen des dicken Anteils der henle Schleife exprimiert und findet sich in der luminalen Zellmembran zusammen mit dem für die Natrium- und Chloridresorption so wichtigen Kotransporter.

Pathophysiologie: Der einwärts sperrende gleichrichtende Kaliumkanal bildet eine funktionelle Einheit mit dem Natrium-Kalium-Chlorid Kotrtansporter. Der Kotransporter befördert Natrium und Kalium (jeweils ein Ion) und zwei Chlorid aus dem Tubulus in die Zelle. Während das Natrium und das Chlorid über basolaterale Transportprozesse aus der Zelle in den Blutstrom gelangen (Natrium-Kalium-ATPase) und Chloridkanal), so muß dass Kalium über den apikalen Kaliumkanal wieder zurück in das Lumen. Damit besitzt dieser Kanal eine große Bedeutung für die Natriumchlorid-Rückresorption im distalen Anteil der henle Schleife.
   WNK1 und WNK2, die beiden gene des Pseudohypoaldosteronismus Typ 2, interagieren mit Intersectin-1 (ITSN1), einem für die Endozytose verantwortlichen Proteins des Zellgerüstes. Hiermit wird die Endozytose des Kaliumkanals (ROMK) gesteuert. Somit spielen diese gene eine wichtige Rolle bei der Regulation der Funktion dieses Kaliumkanals.

Klinik: Da der Kaliumkanal (ROMK) mit dem Natrium-Kalium-Chlorid Kotransporter eine funktionelle Einheit bildet führen Störungen in jeder diser Komponenten zu einem ähnlichen Krankheitsbild, dem autosomal rezessiven antenatalen Bartter-Syndrom.

Epidemiologie: Obwohl keine exakten Angaben vorhanden sind wird die Prävalenz von Mutationen in diesem Gen von 1:50.000 bis 1:100.00 geschätzt.

Methodik:

 

Klinische
Diagnostik
Methode Direkte Sequenzierung der proteinkodierenden Bereiche eines Gens
Bearbeitungszeit 10 Arbeitstage
Aufwand gering
Untersuchungsmaterial DNA
Qualitätssicherung Ausschließlich interne Qualitätskontrolle
  Mit dieser Methode werden bekannte sowie auch neue Missense-, Nonsense- und Spleißmutationen entdeckt.

 

Klinische
Diagnostik
Methode Familienuntersuchung
Bearbeitungszeit 5 Arbeitstage
Aufwand gering
Untersuchungsmaterial DNA
Qualitätssicherung Ausschließlich interne Qualitätskontrolle
  Die Untersuchung ist nur für die in dieser Familie bekannte Mutation spezifisch.

Systematische Aufstellung weiterführender Links: 

Antenatales Bartter-Syndrom Typ 2
KCNJ1

Literatur: 

Simon DB et al. (1996) Genetic heterogeneity of Bartter's syndrome revealed by mutations in the K+ channel, ROMK.
Schwalbe RA et al. (1998) Functional consequences of ROMK mutants linked to antenatal Bartter's syndrome and implications for treatment.
et al. (1997) Mutations in the gene encoding the inwardly-rectifying renal potassium channel, ROMK, cause the antenatal variant of Bartter syndrome: evidence for genetic heterogeneity. International Collaborative Study Group for Bartter-like Syndromes.
He G et al. (2007) Intersectin links WNK kinases to endocytosis of ROMK1.