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Natrium-Kalium-Chlorid-Transporter 2
Wissenschaftliche Information:
Zusammenfassung: Das SLC12A1-Gen kodiert einen Natrium-Kalium-Chlorid-Kotransporter (NKCC2), welcher im dicken aufsteigenden teil der Henle-Schleife exprimiert wird. Mutationen, die eine eine Inaktivierung des Transporters zur Folge haben, führen zum autosomal rezessiven Krankheitsbild des Antenatalen Bartter-Syndroms vom Typ 1.
Gen: Dieses SLC12A1-Gen gehört zu einer Gruppe von elektroneutralen Kotransportern, welche das Anion Chlorid und eines oder beide Kationen Natrium und Kalium in entgegengesetzer Richtung durch die Membran schleusen. Insbesondere der transmembranöse Anteil aller dieser Gene ist sehr ähnlich. In diese Gruppe gehören neben diesem apikal gelegenen Natrium-Kalium-Chlorid-Kotransporter noch ein weiterer der sich basal befindet, ein Natrium-Chlorid-Kotransporter und vier weitere Kalium-Chlorid-Kotransporter. Das Gen wird in sechs verschiedenen Isoformen exprimiert. Das Exon vier existiert in drei verschiedenen Varianten und für das C-terminale Ende gibt es zwei. Alle sechs Isoformen weisen eine etwas unterschiedliche Kinetik auf. Dies ermöglicht eine optimale Anpassung des Transportprozesses an den sich entlang dieses Nephronabschnittes ständig verdünnenden Urin.
Molekulare Anatomie: Der Natrium-Kalium-Chlorid-Kotransporter (NKCC2) wird in der apikalen Membran des dicken aufsteigenden Anteils der Henle-Schleife exprimiert. Die sechs verschiedenen Isoformen zeigen ein unterschiedliches kinitisches Verhalten. In der Weise wie sich der Urin im Verlaufe dieses nephronabschnittes verdünnt, verändert sich auch die Verteilung der Isoformen.
Klinik: Mutationen des SLC12A1-Gens, die zu einem Funktionsverlust des Natrium-Kalium-Chlorid-Kotransporters führen, sind durch eine bereits intrauterin einsetzende vermehrte Wasser- und Elektrolytausscheidung charakterisiert. Das zugehörige Krankheitsbild wird als antenatales Bartter-Syndrom bezeichnet.
Epidemiologie: Obwohl keine exakten Angaben vorhanden sind wird die Prävalenz von Mutationen in diesem Gen von 1:50.000 bis 1:100.00 geschätzt.
Methodik:
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Klinische Diagnostik |
Methode |
Direkte Sequenzierung der proteinkodierenden Bereiche eines Gens |
| Bearbeitungszeit |
10 Arbeitstage |
| Aufwand |
mässig |
| Untersuchungsmaterial |
DNA |
| Qualitätssicherung |
Ausschließlich interne Qualitätskontrolle |
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Mit dieser Methode werden bekannte sowie auch neue Missense-, Nonsense- und Spleißmutationen entdeckt. |
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Klinische Diagnostik |
Methode |
Familienuntersuchung |
| Bearbeitungszeit |
5 Arbeitstage |
| Aufwand |
gering |
| Untersuchungsmaterial |
DNA |
| Qualitätssicherung |
Ausschließlich interne Qualitätskontrolle |
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Die Untersuchung ist nur für die in dieser Familie bekannte Mutation spezifisch. |
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