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FXYD2
601814


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FXYD-domänen Inonentransport-Regulator

Wissenschaftliche Information:

Zusammenfassung: Das Proteinprodukt dieses Gens steuert Ionentransporter, wenn mutiert so führt das zu einer Hypomagnesiämie mit Hypocalciurie.

Gen: Das 9,2 kb große Gen, welches auch unter der Bezeichnung ATP1G1 bekannt ist befindet sich auf dem Chromosom 11 an der Position 11q23. Es enthält 7 Exons. Zwei verschiedene Spleißvarianten mit jeweils unterschiedlichem Promotor sind bekannt. Im Gen befinden sich viele repetitive Elemente.

Pathologie: Die mRNA dieses Gens wird in der Niere und im Pankreas gefunden. In der Niere ist es vornehmlich in den Epithelzellen des distalen Convolutes zu finden. Hier erfolgt auch die überwiegende Mg-Reabsorption. Das Protein besteht aus 58 bzw. 66 Aminosäuren. Dieses kleine Protein mit nur einer transmembranösen Domäne bildet eine regulatorische Untereinheit der Kalium-Natrium-ATPase.

Klinik: Es ist bisher nur eine loss-of-function Mutation bekannt, bei welcher das Protein den Weg zur Plasmamembran nicht findet. Der Vererbungsmechanismus in dieser Familie war autosomal dominant. Kompensatorisch kommt es zu Hypocalciurie.

Epidemiologie: Nur eine Familie mit einer Mutation ist bisher beschrieben.

Bewertung: Der Nachweis einer solchen Mutation hat insbesondere eine Bedeutung für die Familienberatung.

Untersuchungsstrategie: Die Familienberatung und die Diagnosesicherung bei Hypomagnesiämie stellen die wichtigsten Indikationen für die molekulargenetische Untersuchung.

Methodik:

 

Klinische
Diagnostik
Methode Direkte Sequenzierung der proteinkodierenden Bereiche eines Gens
Bearbeitungszeit 10 Arbeitstage
Aufwand gering
Untersuchungsmaterial DNA
Qualitätssicherung Ausschließlich interne Qualitätskontrolle
  Mit dieser Methode werden bekannte sowie auch neue Missense-, Nonsense- und Spleißmutationen entdeckt.

 

Klinische
Diagnostik
Methode Familienuntersuchung
Bearbeitungszeit 5 Arbeitstage
Aufwand gering
Untersuchungsmaterial DNA
Qualitätssicherung Ausschließlich interne Qualitätskontrolle
  Die Untersuchung ist nur für die in dieser Familie bekannte Mutation spezifisch.

Systematische Aufstellung weiterführender Links: 

Isolierte dominante Hypomagnesiämie
FXYD2

Literatur: 

Meij IC et al. (2000) Dominant isolated renal magnesium loss is caused by misrouting of the Na(+),K(+)-ATPase gamma-subunit.
Kantorovich V et al. (2002) Genetic heterogeneity in familial renal magnesium wasting.