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Methyltetrahydrofolatreduktase
Wissenschaftliche Information:
Gen: Das Gen der Methyltetrahydrofolatreduktase (MTHFR) befindet sich auf dem Chromosom 1 am Locus 1p36.3. Das Gen ist etwa 3kb groß und umfasst 11 Exons.
Pathologie: Die Methyltetrahydrofolatreduktase (MTHFR) ist ein wichtiges Enzym im Metabolismus der Aminosäure Methionin zu Cystein. Eine Funktionsstörung diese Enzyms führt zu einer Erhöhung des Homozystein-Spiegels im Serum.
Klinik: Im Falle der Erbkrankheit Homozysteinurie führt der hohe Homozystein-Spiegel zu einer akzelerierten Arteriosklerose. Auch bei den Dialysepatienten wird eine deutlich erhöhter Homozystein-Spiegel und eine beschleunigtes Voranschreiten der Arteriosklerose beobachtet. Es liegt also nahe einen Zusammenhang zwischen genetischen Veränderungen im MTHFR und der Entwicklung der Arteriosklerose zu suchen. Dieser Zusammenhang wurde in einigen Untersuchungen bestätigt. Ebenso wird eine Beteiligung der MTHFR Mutation an der Manifestation einer Thrombophilie diskutiert. Bei Dialysepatienten scheint die Höhe des Homozysteinspiegels sowohl von der Urämie als auch vom MTHFR Mutation abzuhängen. Durch eine Folsäuresubstitution kann eine deutliche Absenkung des Homozysteinspiegels ereicht werden.
Epidemiologie: Die Häufigkeit von C677T Mutationen wird unter Kaukasiern für Homozygote mit 4-10% und für Heterozygote mit 40-50% angegeben. Es scheint ein Nord-Süd-Gefälle zu bestehen.
Bewertung: Die Bedeutung der MTHFR-Mutationstestung besteht vor allem in der Risikoabschätzung. Therapeutisch kann davon ausgegangen werden, dass Patienten mit einer C677T-Mutation vorrangig von einer Folsäuresubstitution profitieren würden.
Untersuchungsstrategie: Personen mit erhöhtem Homozysteinspiegel und Thrombose- und Atherosklerose-Risiko bzw. positiver Familienanamnese für koronare Herzkrankheit. Dialysepatenten.
Methodik:
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Klinische Diagnostik |
Methode |
Direkte Sequenzierung der proteinkodierenden Bereiche eines Gens |
| Bearbeitungszeit |
25 Arbeitstage |
| Aufwand |
mässig |
| Untersuchungsmaterial |
DNA |
| Qualitätssicherung |
Ausschließlich interne Qualitätskontrolle |
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Mit dieser Methode werden bekannte sowie auch neue Missense-, Nonsense- und Spleißmutationen entdeckt. |
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Klinische Diagnostik |
Methode |
Direkte Sequenzierung ausgewählter Gen-Abschnitte |
| Bearbeitungszeit |
5 Arbeitstage |
| Aufwand |
gering |
| Untersuchungsmaterial |
DNA |
| Qualitätssicherung |
Interne und begrenzte externe Qualitätskontrolle |
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Mit dieser Methode werden bekannte sowie auch neue Missense-, Nonsense- und Spleißmutationen nur in der aufgewählten Region entdeckt. |
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Klinische Diagnostik |
Methode |
Fragmentanalyse |
| Bearbeitungszeit |
5 Arbeitstage |
| Aufwand |
gering |
| Untersuchungsmaterial |
DNA |
| Qualitätssicherung |
Volle externe Qualitätskontrolle |
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Nur die bestimmte Mutation, auf welche der Test ausgerichtet ist wird entdeckt. Alle anderen möglicherweise bedeutsamen genetischen Veränderungen bleiben verborgen. |
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Klinische Diagnostik |
Methode |
Familienuntersuchung |
| Bearbeitungszeit |
5 Arbeitstage |
| Aufwand |
gering |
| Untersuchungsmaterial |
DNA |
| Qualitätssicherung |
Ausschließlich interne Qualitätskontrolle |
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Die Untersuchung ist nur für die in dieser Familie bekannte Mutation spezifisch. |
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