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Wilms-Tumor 1-Gen
Wissenschaftliche Information:
Zusammenfassung: WT1 ist ein Zink-Finger-Transkriptionfaktor, der sowohl als Aktivator oder auch als Repressor wirksam wird, abhängig vom Zelltyp oder dem ontogenetischen Entwicklungsstadium. Mutationen des Gens bewirken Fehlentwicklungen der Genitale, Wilms-Tumore und mesangiale Sklerose.
Gen: Es sind bishlang 4 verschiedene Spleißvarianten mit 10 bzw. 9 Exons bekannt. Die Zahl könnte aber steigen, weil sich Hinweise für einen nicht-AUG (CUG) Translationsstartpunkt fanden, der etwas vor dem normalen Translationsstartpunkt (AUG) und im selben Leseramen liegt. Der Promotor ist GC-reich, aber enthält keine TATA-Box. Mehrere SP1-Bindungsstellen wurden identifiziert und funktionell gesichert. Der Promotor wird möglicherweise von einem zweiten Kopf-an-Kopf liegenden Gen WIT1 mitgenutzt. Die mRNA unterliegt einer posttrasnskriptionalen Modifizierung, welche gewebs- und entwicklungsspezifisch erfolgt und eine Feiregulation dieses wichtigen Transkriptionsfaktors erlaubt.
Molekülstruktur: Das Proteinprodukt des Gens WT1 ist ein Transkriptionsfaktor, der vier Zinkfinger Motifs am C-terminallen Ende trägt. Am N-terminalen Ende befindet sich eine Prolin und Glutamin reiche DNA-Bindungsdomaine.
Pathophysiologie: Der Transkriptionsfaktor WT1 reguliert verschiedene Gene währen der Entwicklung des Urogenitalsystems. In den Podozyten wird die Differenzierung vorangetrieben.
Klinik: Somatische Mutationen dieses Gens werden bei einigen wenigen Wilms-Tumoren gefunden. Die familiären Wilms-Tumoren beruhen auf einer Keimbahnmutation in diesem Gen. Meist läßt sich dann aber im Tumorgewebe selbst eine zweite Mutation nachweisen, was für eine second-hit Hypothese spricht. Das WAGR-Syndrom ist die erste mit diesem Gen assoziierte kongenitale Erkrankung. Es ist durch Wilms-Tumor, Aniridie, urogenitale Fehlbildungen und geistige Retardierung charakterisiert. Die Ursache bildet meist eine das Gen verkürzende Mutation, die das folgende PAX6 Gen einschließen kann.
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Methodik:
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Klinische Diagnostik |
Methode |
Direkte Sequenzierung der proteinkodierenden Bereiche eines Gens |
| Bearbeitungszeit |
15 Arbeitstage |
| Aufwand |
gering |
| Untersuchungsmaterial |
DNA |
| Qualitätssicherung |
Ausschließlich interne Qualitätskontrolle |
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Mit dieser Methode werden bekannte sowie auch neue Missense-, Nonsense- und Spleißmutationen entdeckt. |
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Klinische Diagnostik |
Methode |
Multiplex ligationsabhängige Amplifikation |
| Bearbeitungszeit |
25 Arbeitstage |
| Aufwand |
gering |
| Untersuchungsmaterial |
DNA |
| Qualitätssicherung |
Ausschließlich interne Qualitätskontrolle |
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Klinische Diagnostik |
Methode |
Familienuntersuchung |
| Bearbeitungszeit |
5 Arbeitstage |
| Aufwand |
gering |
| Untersuchungsmaterial |
DNA |
| Qualitätssicherung |
Ausschließlich interne Qualitätskontrolle |
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Die Untersuchung ist nur für die in dieser Familie bekannte Mutation spezifisch. |
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