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Proteinurie

Klinik: 

Definition: Proteinurie wird eine Eiweißausscheidung der Niere von mehr als 30mg/d bezeichnet.

Klinisches Bild: Die Proteinurie ist das Leitsymptom des nephrotischen Syndroms, bei welchem die Proteinverluste zu einem Anfall des Serumalbumins und zur Ausbildung ausgeprägter peripherer Ödeme führen. Hämaturie und Hypertonus können begleitend auftreten, stehen aber nicht im Vordergrund wie beim nephritischen Syndrom.

Einteilung: Anhand des Molekülgewichtes kann eine Proteinurie unterteilt werden in glomerulär und tubulär. Letztere wird häufig auch niedermolekulare Proteinurie genannt, während erstere sich weiter in eine selektive oder unselektive glomeruläre Proteinurie unterteilen lässt. Pathologische Eiweiße, zum Beispiel das Bence Jones Protein, erscheinen bei ein Überproduktion infolge nichtrenaler Grunderkrankungen im Urin.
   Mikroalbuminurie ist eine selektive glomeruläre Proteinurie wo sich ausschließlich Spuren von Albumin (30-300mg/d) im Urin nachweisen lassen.

Diagnostik: 

Graduierung: Eine semiquatitative Einteilung der Proteinurie ergibt sich aus der Messung mittels Teststreifen: Spuren 15-30mg/dl, 1+ 30-100mg/dl, 2+ 100-300mg/dl, 300-1000mg/dl, 4+ >1000mg/dl.
Im nephrotischen Bereich liegt die Proteinurie wenn mehr als 3500mg/d verloren gehen.