Laboratory for Molecular Diagnostics
Center for Nephrology and Metabolic Disorders

Proteinurie

Proteinurie wird eine Eiweißausscheidung im Harn von mehr als 15mg/d bezeichnet.

Klinischer Befund

Die Proteinurie ist das Leitsymptom des nephrotischen Syndroms, bei welchem die Proteinverluste zu einem Anfall des Serumalbumins und zur Ausbildung ausgeprägter peripherer Ödeme führen. Hämaturie und Hypertonus können begleitend auftreten, stehen aber nicht im Vordergrund wie beim nephritischen Syndrom.

Einteilung

Anhand des Molekülgewichtes kann eine Proteinurie unterteilt werden in glomerulär und tubulär. Letztere wird häufig auch niedermolekulare Proteinurie genannt, während erstere sich weiter in eine selektive oder unselektive glomeruläre Proteinurie unterteilen lässt. Pathologische Eiweiße, zum Beispiel das Bence Jones Protein, erscheinen bei ein Überproduktion infolge nichtrenaler Grunderkrankungen im Urin.

Mikroalbuminurie ist eine selektive glomeruläre Proteinurie wo sich ausschließlich Spuren von Albumin (30-300mg/d) im Urin nachweisen lassen.

Schweregradeinteilung

Eine semiquatitative Einteilung der Proteinurie ergibt sich aus der Messung mittels Teststreifen:
Spuren 15-30mg/dl,
1+ 30-100mg/dl,
2+ 100-300mg/dl,
3+ 300-1000mg/dl,
4+ >1000mg/dl.
Im nephrotischen Bereich liegt die Proteinurie wenn mehr als 3500mg/d verloren gehen.

Update: